NATURMUSEUM PRUNTRUT

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Die offizielle Eröffnung des Naturmuseums Pruntrut im Jahre 1989 war das Resultat einer langen Vorarbeit, deren Geschichte bis ins 18. Jahrhundert zurück geht. Die heute präsentierten Sammlungen verdankt das Museum Schenkungen (u.a. Gustaphe-Adolphe Scheurer) und der langjährigen Forschungsarbeit der beiden berühmten jurassischen Geologen Thurmann und Koby.

Es sind ihre Entdeckungen aus den Jura-Schichten unserer Region, die der Section de Paléontologie als Grundlage zur Erforschung der geologischen Schichten, unter anderen der des Kimmeridge dienen. Die Sammlung des Museums umfasst 3500 hauptsächlich aus dem Jura stammende Fossilien, von denen nahezu 400 Exemplare in den Schaukästen zu sehen sind. Die Fossilien jeder Gruppe werden ihnen verwandten heute noch lebenden Arten gegenüber gestellt.

- wirbellose Tiere:
Schwämme, Korallen, Armfüsser, Weichtiere (Muscheln, Schnecken, Kopffüsser, Ammoniten, Tintenfische), Stachelhäuter (Seeigel), Seelilien

Ammoniten...

- Wirbeltiere (auch Fragmente): Zähne von Haien und Fischen, Schildkröten, Eier und Abgüsse von Dinosaurierspuren (Lommiswil SO)

Skelett einer heute noch vorkommenden Schildkröte...

- Pflanzen: Farne, Blätter, Früchte und Samen

In der Ausstellung finden sich auch mehrere "Lebende Fossilien" wie der Ginkgo, der schon zu Zeiten der Dinosaurier vorkam. Dieser Nadelbaum (!) kann sowohl in fossiler Form im Museum, wie auch als lebender Baum im Park und Botanischen Garten von Pruntrut besichtigt werden.

Lebendes Fossil: Einziger Vertreter einer heute noch vorkommenden Tier- oder Pflanzenart, die schon zu Urzeiten existierte.

Dem Publikum werden verschiedene Aspekte der Paläontologie vorgestellt und Entwicklung und Anpassung der heute noch vorkommenden Lebewesen illustriert: Die Ausstellung zeigt als erstes einen Fund aus Holzmaden (D), dem Meeresreptil Ichtyosaurus.

Ichtyosaurus

Ausserdem beherbergt das Naturmuseum Pruntrut eine wichtige Sammlung von Fossilien aus dem Quartär; unter anderem sind Höhlenbärenknochen (Grotte de Saint-Brais) und Kleinsäugerknochen aus Auswurfknäueln zu sehen.
Die Ausstellung zeigt auf, wie sich Geologie, Ökologie und Lebensgemeinschaften verändert haben und lädt mit der Sonderausstellung „Vom Big Bang zum Menschen “zu einem interessanten Gang durch die Zeit ein.

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 14 -17Uhr
Karfreitag, Allerheiligen, Weihnachten, Neujahr geschlossen

Musée jurassien des sciences naturelles

route de Fontenais 21, 2900 Porrentruy, TEL 032 / 420 37 10

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