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FOSSIL :
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Ostrakode (Muschelkrebs) Leguminocythereis sorneana |
ANATOMIE :
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Schalenhälfte des Panzers, Aussenansicht
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LOKALITÄT :
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Beuchille West
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GEOLOGIE :
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-30 Mio Jahre, Rupelium, Frühes Oligozän
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FOSSIL :
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Ostrakode (Muschelkrebs) Cytheretta variabilis
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ANATOMIE :
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Schalenhälfte des Panzers, Aussenansicht
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LOKALITÄT :
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Beuchille West
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GEOLOGIE :
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-30 Mio Jahre, Rupelium, Frühes Oligozän
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AKTUELLE FORM :
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Xestoleberis sp.
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Klassifikation und stratigraphische Verteilung
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Ostrakoden oder Muschelkrebse sind Vielzeller (Metazoa) und gehören zu den Krebstieren (Crustacea) der Unterklasse des Stammes der Arthropoden (Gliederfüsser). Sie erscheinen im Kambrium (-542 bis -488 Mio Jahre) und es gibt sie auch heute noch. Zur Ordnung der Archaeocopiden gehören primitive Tiere, die nur im Kambrium gelebt haben. Die Leperditicopiden, grosse Muschelkrebse, und die Beyrichiocopiden erscheinen erst im Ordovitium (-488 bis -443 Mio Jahre), und die Leperditicopiden sterben schon im Silur (-443 bis 416 Mio Jahre), die Beyrichiocopiden hingegen erst im Devonium (-416 bis 359 Mio Jahre) aus. Die im Silur und Devonium erschienenen Ordnungen der Platycopiden, Podocopiden und Myocopiden gibt es heute noch.
Ostrakodengemeinschaften können sich sehr schnell an eine veränderte Umwelt anpassen. Das durchschnittliche Vorkommen einer Art dauert etwa 4 8 Millionen Jahre.
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Morphologie und Lebensweise
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Ostrakoden sind winzige Krebstiere (0.5 bis 1 mm lang) und leben in einem Panzer, der aus zwei Schalenhälften (der linken und der rechten) besteht. Auf dem Rücken befindet sich ein scharnierartiges Gelenkstück, das mit Adduktorenmuskeln verbunden ist und die Schalen beweglich macht. Dieses Gelenkstück ist für die Paläontologie von Bedeutung, denn die anderen Körperteile des Tieres (Kopf, Rumpf und Hinterteil) erhalten sich bei der Fossilisierung nicht. Form und Ornament der Schalen, Gelenktyp und Muskelabdrücke dienen der Bestimmung der verschiedenen Ostrakodenarten. Das Gelenk hat zum Besipiel zwei, drei oder gar keine Zähne, und die Schale kann gepunktet, gerillt oder sogar stachelig sein.
Ostrakoden leben in ganz unterschiedlichen Lebensräumen: in tiefem Wasser in Küstenregionen, in Lagunen oder Deltas, in Fliessgewässern schwimmend (auch unterirdisch), in Süss- oder Salzwasser, heissen Quellen, oder sogar in feuchten Moosen. Diese Anpassungsfähigkeit macht aus ihnen hervorragende Indikatoren für verschiedene Untersuchungen wie etwa Klimaveränderungen.
Sie kommen als Allesfresser, Kotfresser, Pflanzenfresser und Fresser von Bakterien oder Algen vor. Für viele Fische, Gastropoden (Bauchfüsser) und Insektenlarven sind sie selber geradezu ein Festmahl, für Ruderfusskrebse und Fadenwürmer hingegen willkommene Herberge.
Die Vermehrung kann gegengeschlechtlich, aber auch partenogenetisch (ohne Befruchtung) erfolgen. Dies erzeugt jedoch nur weibliche Populatione, und aus den unbefruchteten Eiern schlüpfen trotzdem (weibliche) Jungtiere. Die Befruchtungsart richtet sich nach der Beständigkeit ihres Lebensraumes. In beständigen Gewässern vermehren sie sich gegengeschlechtlich; in zeitweise isolierten Tümpeln, die im Sommer austrocknen, bevorzugen die Ostrakoden die Parthenogenese.
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