FOSSIL :

kampfer- oder zimtbaumartiger Baum (Blütenpflanze), Cinnamomum sp.

ANATOMIE :

Blätter

LOKALITÄT :

Delsberg–La Beuchille

GEOLOGIE :

30 Mio Jahre, Rupelium, Frühes Oligozän

 
 

FOSSIL :

Pinienartiger Baum, Pinus sp.

ANATOMIE :

Zapfen

LOKALITÄT :

Delsberg–La Beuchille

GEOLOGIE :

30 Mio Jahre, Rupelium, Frühes Oligozän

 
 

AKTUELLE FORM  :

links: Kampferbaum (Blütenpflanze), Cinnamomum camphora

rechts: Kalabrische Kiefer, (Samenpflanze), Pinus brutia

 
Klassifikation und stratigraphische Verteilung

Die Pflanzen werden in mehrere Gruppen aufgeteilt,  von den primitiven bis zu den hoch entwickelten: Phycophyten (Algen), Bryophyten (Moose), Pteridophyten (farnartige Pflanzen), Prespermaphyten (Cycadalen – primitivste jetzt noch lebende Samenpflanzen – und Ginkgoalen, beides sog. «lebende Fossilien»), und Spermaphyten (Gymnospermen = Samenpflanzen und Angiospermen = Blütenpflanzen).

Die Algen entwickeln sich im präkambrischen Meer und breiten sich zu Beginn des Erdaltertums (Primär) vor  540 Millionen Jahren aus. Als erste Pflanzen passen sich die Moose an das Leben ausserhalb des Wassers an. Weil sie noch kein Gefässsystem haben, sind sie – insbesondere zur Vermehrung – noch auf eine feuchte Umgebung angewiesen. Erst im Silur (443-416 Mio Jahre) entwickeln Farnpflanzen ein Gefässsystem und dominieren dann die Flora des Permokarbons (359-251 Mio Jahre).

Die Samenpflanzen (z.B. Kiefer, Tanne, Fichte, etc.) haben wie die Dinosaurier ihre Hochblüte im Mesozoikum (251-65 Mio Jahre). In der Kreidezeit (145-65 Mio Jahre) bewirkt das Erscheinen der Blütenpflanzen (z.B. Magnolie, Flieder, Gräser) eine grosse Umwälzung in der Pflanzenwelt. Viele Farne, Baumfarne und Koniferen sterben aus. Am Ende der Kreidezeit sind schon alle hoch entwickelten Pflanzen vorhanden, einschliesslich vieler noch heute existierender Gattungen. Im Kanäzoikum (-65 Mio Jahre bis heute), das manchmal auch das Zeitalter der Säugetiere genannt wird, entwickeln die Blütenpflanzen die grosse Vielfalt, die wir heute kennen.

Morphologie und Lebensweise

Es gibt etwa 800 Arten von Samenpflanzen (Gymnospermen) die in 80 verschiedene Gattungen unterteilt werden. Die meisten sind Bäume und Sträucher und einige Gräser wurden sogar erst heute fossilisiert entdeckt. Ihre Samen, die keine Schale haben, sind konisch wie z. B. die Koniferenzapfen. Von den Blütenpflanzen (Angiospermen) gibt es heute mehr als 200.000 Arten, die 12.000 Gattungen zugeordnet sind. Die Blütenpflanzen unterscheiden sich von den Samenpflanzen durch das Zusammenlegen der Fortpflanzungsorgane in eine Blüte, aus der Same und Frucht entstehen.

Kiefern (Pinus), also Samenpflanzen, sind die vorherrschenden Pflanzen in kalten und kargen Zonen, da sie mit ihren Nadeln bestens an diesen Klimatyp angepasst sind. Gewisse Arten kommmen aber auch in gemässigten oder sogar tropischen Zonen vor.

Die Cinnamomen, (Blütenpflanzenartige), zu der die Kampfer- und Zimtbäume gehören, kommen in warmen und subtropischen Regionen vor.

 
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