|
|
| |
FOSSIL :
|
Haifisch Synodontaspis cuspidata
|
ANATOMIE :
|
Zahn
|
LOKALITÄT :
|
DelsbergBeuchille Ost
|
GEOLOGIE :
|
30 Mio Jahre, Rupelian, Frühes Oligozän
|
|
| |
|
|
| |
FOSSIL :
|
Haifisch Physogaleus latus
|
ANATOMIE :
|
Zahn
|
LOKALITÄT :
|
DelsbergBeuchille Ost
|
GEOLOGIE :
|
30 Mio Jahre, Rupelian, Frühes Oligozän
|
|
| |
|
|
| |
AKTUELLE FORM :
|
Grauhai (Carcharhinidier)
|
|
| |
|
|
| |
AKTUELLE FORM :
|
Riesenhai (Cetorhinidier)
|
|
| |
|
|
| |
AKTUELLE FORM :
|
Manta Rochen Manta birostris
|
|
| |
Klassifikation und stratigraphische Verteilung
|
Haie und Rochen sind Chondrichthier, d. h. sie haben im Gegensatz zu den Osteichthiern (Knochenfischen) ein knorpeliges Skelett. Die ältesten bekannten Fossilien von Chondrichthiern sind 410 Millionen alte Schuppen. Zur Zeit des Devons (416-359 Mio Jahre) traten die Chondtrychthier erstmals auf, Vielfältigkeit erlangten sie aber erst im Laufe des Karbons (416-359 Mio Jahre). Im Perm (299-251 Mio Jahre) und in der Trias (251-199 Mio Jahre) nimmt ihre Vielfältigkeit ab und nur wenige Familien überleben bis ins Mesozoikum. Aktuelle Formen breiteten sich in den Meeren des ausgehenden Mesozoikums und im Känozoikum aus.
|
Morphologie und Lebensweise
|
Fossile Reste von Haien und Rochen sind sehr selten. Nur Zähne, Hautstacheln, Stacheln und gewisse Wirbel können sich konservieren. Unter ausserordentlichen Umständen (sauerstoffarmer Meeresboden, der die Verwesung verzögert) haben sich ganze Haie und Rochen fossilisiert.
Seit Beginn der paläontologischen Grabungen auf der Transjurane wurden auch fossile Zähne von Chondrichthyern (Knorpelfische) gefunden, die zu verschiedenen Familien der Haie und Rochen, den Cetorhiniden (Riesenhaiartige) und Scyliorhiniden (Katzenhaiartige), Dasyatidaen (Stechrochen) und Myliobatiden (Adlerrochen) gehören.
|
 |
Gebiss eines heute lebenden Haifischs: Indischer Sandtigerhai Odontaspis ferox
|
Haifischzähne sind sehr unterschiedlich, was auf die Nahrung der Tiere zurückzuführen ist. Generell weisen feine spitze Zähne auf Fischfresser hin, grosse zackige Zähne auf Fleischfresser, die ihre Beute zerreissen, und Haie mit flachen Zähnen ernähren sich von Weichtieren, deren Schalen sie zermahlen müssen.
Die Zähne werden sehr beansprucht und erneuern sich im Leben eines Haies laufend. Die Ersatzzähne wachsen von innen nach aussen rolltreppenartig mit dem Zahnfleisch über den Kiefer. Die Schuppen der Chondrichthier werden Hautstacheln genannt und sind eigentlich winzige Zahnspitzen aus Dentin (Zahnbein). Sie verbessern die Hydrodynamik (vermindern die Reibung im Wasser) und machen die Haut rauh und widerstandfähig.
|
 |
Hautstacheln eines Chondrichthiers (DelsbergBeuchille Ost).
|
 |
Die meisten der heute lebenden Chondrichthier sind Meerestiere, aber einige Rochen und Haie wie diejenigen im Sambesifluss leben im Süsswasser. Die Chondrichtier müssen ununterbrochen schwimmen, denn sie haben im Gegensatz zu den Osteichthiern keine Schwimmblase als Schwebehilfe. Sie ernähren sich von Weichtieren und Plankton, sind aber vornehmlich Fleischfresser. Zur Vermehrung legen sie entweder Eier oder bringen die Jungen lebend zur Welt.
|
|
| |
|
|
|
|
|