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FOSSIL :
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Ammonit Orthaspidoceras schilleri
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ANATOMIE :
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Steinkern (ohne Schale)
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LOKALITÄT :
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Pruntrut-Roche de Mars
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GEOLOGIE :
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152 Mio Jahre, Kimmeridge, Späte Jurazeit
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Klassifikation und stratigraphische Verteilung
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Die Ammoniten sind fossile marine Mollusken und gehören zur Klasse der Kopffüssler (Kephalopoden), zu denen man auch die heute lebenden Kraken und Tintenfische zählt. Sie sind nahe Verwandte des noch heute lebenden Nautilus. Sie traten erstmals zwischen dem Späten Silur und frühen Devon (circa vor 400 Mio Jahren) auf, hatten ihre grösste Verbreitung während des Mesozoikums, und verschwanden am Ende der Kreidezeit gleichzeitig mit den Dinosauriern.
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Morphologie und Lebensweise
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Die Gehäuse der Ammoniten hatten meistens die Form einer gekammerten, flachen Spirale (Planspirale) wobei der vorderste und grösste Abschnitt als Wohnkammer diente. Die andern Kammern waren durch einen Siphon miteinander verbunden, mit Gas und Flüssigkeit gefüllt und hielten grossem Druck stand. Die Trennung zwischen den einzelnen Kammern bildete auf der Oberfläche des Gehäuses eine Naht, die Sutur genannt wird. An Hand der Sutur kann das Tier bestimmt werden. Das Ammonitengehäuse bildet sehr variable Morphologien aus und ist oft ornamentiert. Zudem bestehen markante Unterschiede zwischen der männlichen (microconch) und weiblichen (macroconch) Form ein und derselben Art, in der Fachsprache sexueller Dimorphismus genannt.
Als aktive Schwimmer lebten die Ammoniten im Meer an den Rändern von Kontinentalplatten, wo sie sich sehr wahrscheinlich von Fischen und Krebsen ernährten. Um ihre Beute zu jagen tauchten sie blitzschnell zur Meeresoberfläche auf, denn ihr Gehäuse erlaubte einen perfekten Druckausgleich. An der Wohnkammer bildeten sie harte Strukturen (Aptychen), welche zum Schliessen der Kammern verwendet wurden und vermutlich auch Teil eines Kieferappartes formten.
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Geologische Bedeutung
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Die schnelle Entwicklung und grosse Verbreitung insbesondere im Mesozoikum macht die Ammoniten zu idealen Leitfossilien mit denen Gesteinsschichten datiert werden können. So konnte eine Art Kalender der Erdgeschichte, welcher auf dem Erscheinen und Verschwinden der unterschiedlichen Arten beruht, erstellt werden. Um eine Schicht zu datieren muss also «nur» ein Ammonit gefunden werden, der einer bestimmten Periode dieses Kalenders zugeordnet ist. Deshalb konnten z.B. die Dinosaurierfährten sehr genau auf ein Alter von -152 Millionen Jahre datiert werden, da in den darüberliegenden Schichten viele Ammoniten (z.B. Orthaspidoceras schilleri) entdeckt wurden. Diese Art der Datierung nennt man auch Biostratigraphie.
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